
Was ist die Soziale Marktwirtschaft im 21. Jahrhundert noch wert? Ist unser Wirtschaftsmodell, das Markt und sozialen Ausgleich verbindet, noch zukunftstauglich? Wird die Soziale Marktwirtschaft im 21. Jahrhundert für das alternde Deutschland zur Achillesferse oder kann sie weiter Schutzschild in einer globalisierten Welt sein?
Für Dr. Ursula von der Leyen ist die Soziale Marktwirtschaft auch in Zukunft Erfolgsgarant und Richtschnur politischen Handelns in Deutschland und Europa. Das Erfolgsgeheimnis der Bundesrepublik liegt nach Ansicht der Bundesministerin für Arbeit und Soziales seit Jahrzehnten im Gleichgewicht zwischen Wettbewerb und sozialer Gerechtigkeit. Auch in den jüngsten Krisen haben sich die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft als wertvoller Kompass erwiesen. Sie bilden ein stabiles Fundament, auf das Deutschland und Europa bei der Bewältigung der globalen Herausforderungen bauen können. Die Soziale Marktwirtschaft ist jedoch für die Ministerin keine Selbstverständlichkeit: „Sie behält ihren Wert in der globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts nur, wenn sie im Lichte der Herausforderungen immer wieder neu gedacht und gestaltet wird“.
Begrüßung: Dr. h.c. Frank-J. Weise, Kuratoriumsvorsitzender der Hertie School of Governance, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit.
Dr. Ursula von der Leyen ist seit 2009 Bundesministerin für Arbeit und Soziales und Mitglied des Deutschen Bundestages. Sie studierte Volkswirtschaft
in Göttingen, Münster und an der LSE, schloss ein Medizinstudium an und war als Ärztin und Wissenschaftlerin tätig. Politisch aktiv wurde Frau von der Leyen mit dem Eintritt in die CDU im Jahr 1990. Von 2001 bis 2004 hatte sie verschiedene kommunalpolitische Mandate in der Region Hannover inne, 2003 zog sie in den Landtag ein. Im gleichen Jahr übernahm sie das Amt der Landesministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit. 2005 folgte der Wechsel in die Bundespolitik und die Ernennung zur Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ursula von der Leyen ist seit 2010 stellvertretende Parteivorsitzende der CDU.
Prof. Dr. Anke Hassel lehrt Public Policy an der Hertie School. Sie studierte Politik- und Wirtschaftswissenschaften sowie Rechtswissenschaften an der Universität Bonn und an der London School of Economics. Ab 1997 forschte sie am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Promotion (1998) und Habilitation (2003) an der der Ruhr- Universität Bochum. 2003/2004 war sie im Planungsstab des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) tätig. Von 2009 bis 2011 war sie Senior Visiting Fellow am European Institute der LSE.

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