Forschung

Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz

Die Gesundheitskompetenz der Deutschen wird erstmals durch einen Nationalen Aktionsplan systematisch gefördert. Der Plan wurde im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts der Hertie School of Governance und der Universität Bielefeld unter der Leitung von Klaus Hurrelmann (Hertie School), Doris Schaeffer und Ullrich Bauer (Bielefeld) sowie Kai Kolpatzik (AOK-Bundesverband) erarbeitet. Das Projekt wird von der Robert Bosch Stiftung und dem AOK-Bundesverband gefördert. Dem Vorbild anderer Länder folgend haben anerkannte Expertinnen und Experten unterschiedlicher Disziplinen konkrete Handlungsempfehlungen für mehr „Health Literacy“ in Deutschland entwickelt.

Der im Jahr 2018 vorgestellte Nationale Aktionsplan Gesundheitskompetenz konzentriert sich auf vier Handlungsbereiche und gibt 15 konkrete Empfehlungen zur Förderung von Gesundheitskompetenz.

Die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans wird u.a. durch diverse Expertenworkshops begleitet, die sich der Konkretisierung und Vertiefung einzelner Empfehlungen des Plans widmen. Die Ergebnisse der Workshops fließen jeweils in Strategiepapiere ein, die sukzessive veröffentlicht werden

Webseite des Nationalen Aktionsplans Gesundheitskompetenz

Nationale Koordinierungsstelle Gesundheitskompetenz

Vielen Menschen in Deutschland fällt es schwer, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, einzuschätzen und sie anzuwenden. In besonderem Maße trifft das auf Menschen mit Migrationshintergrund, chronisch Erkrankte, junge Menschen und Senioren zu. Der Nationale Aktionsplan Gesundheitskompetenz, den Expertinnen und Experten erarbeitet haben, will das ändern. Die Nationale Koordinierungsstelle Gesundheitskompetenz soll seine Ziele umsetzen.

Was macht die Koordinierungsstelle?

Die Aufgaben der Nationalen Koordinierungsstelle sind dabei vielfältig, denn die Forschung zur Gesundheitskompetenz steht erst am Anfang und es gibt noch viele Wissenslücken. Deshalb will die Nationale Koordinierungsstelle

  • vorhandene Studien und Projekte zur Gesundheitskompetenz bündeln und vernetzen
  • Daten und Wissen sammeln, um weitere Forschung anzuregen
  • die beteiligten Akteure in den Dialog bringen
  • Konzepte für mehr Gesundheitskompetenz koordiniert und multidisziplinär vorantreiben

Wer ist angesprochen?

Die Nationale Koordinierungsstelle versteht sich als Ansprechpartner für alle, die mit dem Thema Gesundheitskompetenz zu tun haben. Das sind Akteure und Organisationen aus Wissenschaft und Forschung, aus Politik und Praxis, aus dem Gesundheitswesen und der Selbsthilfe.

  • Experten wie Gesundheitswissenschaftlerund Mediziner
  • Angehörige von Gesundheitsberufen wie Ärzte, Pflegekräfte und Apotheker
  • Patienten- und Selbsthilfeverbände
  • Verbände und Organisationen des Gesundheitswesens

Wissenschaftliche Leitung

Forscher

  • Yvonne Adam, Research Associate | National Coordination Office Health Literacy

  • Svea Gille, Research Associate to Klaus Hurrelmann