Pressemitteilung
12.11.18

Hertie School of Governance und Humboldt-Universität starten Graduiertenkolleg zu den Folgen des demografischen Wandels für die Demokratie

Michaela Kreyenfeld begrüßt interdisziplinäre Forschung zu politikrelevanten Themen.

Berlin, 12. November 2018 –  Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat das Graduiertenkolleg „Die Dynamiken von Demografie, demokratischen Prozessen und Public Policies (DYNAMICS)“ der Humboldt-Universität und der Hertie School of Governance bewilligt. Ab Herbst 2019 werden sich insgesamt 35 Doktoranden dem vielschichtigen Thema widmen. Das Graduiertenkolleg wird für viereinhalb Jahre mit 3,3 Millionen Euro gefördert.

In den westlichen Gesellschaften beeinflussen Bevölkerungsalterung, veränderte Familienstrukturen und Migration nicht nur die Anforderungen in Politikfeldern wie Gesundheits-, Renten- und Bildungspolitik. Die demografischen Trends führen auch zu neuen Konfliktlinien zwischen Wählern, Parteien, Interessengruppen und Regierungen.   

„Wir wollen systematisch erforschen, wie demografische Veränderungen demokratische Prozesse beeinflussen, wie politische Entscheidungen zur Bewältigung der demografischen Herausforderungen getroffen werden und wie Public Policies die Familiendynamik, die Pflege im Alter, den Renteneintritt und die Integration von Migrantinnen und Migranten beeinflussen,“ sagt die Sprecherin des Graduiertenkollegs Heike Klüver, Professorin für Politisches Verhalten im Vergleich am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität.

Michaela Kreyenfeld, Soziologieprofessorin und Direktorin des Doktorandenprogramms der Hertie School, ergänzt: „DYNAMICS beinhaltet ein international wettbewerbsfähiges Curriculum, das Studierende mit neuesten Methoden und Theorien vertraut macht. Zentral ist der interdisziplinäre Ansatz, der unsere Doktorandinnen und Doktoranden in die Lage versetzt, innovative Forschung zu den für die politische Praxis hochrelevanten Fragestellungen im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel zu betreiben.“

Lesen Sie die Pressemitteilung der Deutsche Forschungsgemeinschaft.

Die Hertie School of Governance ist eine staatlich anerkannte, private Hochschule mit Sitz in Berlin. Ihr Ziel ist es, herausragend qualifizierte junge Menschen auf Führungsaufgaben im öffentlichen Bereich, in der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft vorzubereiten. Mit interdisziplinärer Forschung will die Hertie School zudem die Diskussion über moderne Staatlichkeit voranbringen und den Austausch zwischen den Sektoren anregen. Die Hochschule wurde Ende 2003 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gegründet und wird seither maßgeblich von ihr getragen. www.hertie-school.org

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